Leander Lavendel – Kupferkeller

Leander Lavendel“Wenn meine Gedanken und Ideen Gestalt annehmen, dann ist es eine Erfüllung für mich.”
Gestatten, Leander Lavendel.

„Leander Lavendel“ wurde unter dem bürgerlichen Namen „Andree Müller“ im südhessischen Lampertheim geboren und wohnt seitdem im benachbarten Bürstadt. Er ist seit 24 Jahren mit Christine verheiratet und hat 2 Kinder, Jasintha und Kira. Seinen persönlichen Steampunk hat er bereits Ende der 90er Jahre entwickelt. Plastische Bilder aus Kupfer, Brunnen und Skulpturen. „Die Zeit war damals noch nicht reif für meine – teils verrückten – Konstruktionen, und daher gibt mir die heutige Gegenwart mit ihren technischen Errungenschaften die Möglichkeit, meine damaligen Gedanken in ein neues Gewand zu packen.“ Meine hauptsächliche Inspirationsquelle ist die elektronische Musik.

Früh geprägt von Jean-Michel-Jarre, Edgar Froese, Klaus Schulze und Tangerine Dream. Heute entspanne ich besonders gerne bei Ambient oder psychedelischen Beats. Künstler wie Sundial Aeon oder E-Mantra sind meine Favoriten und begleiten mich beim Bau neuer Erfindungen in meinem Kupferkeller. Aber nicht nur die Musik ist eine Inspiration für mich. Nein, auch die Natur, tropische Regenwälder und der Weltraum. Florale Designs mit verschnörkelten Ornamenten sind eine Leidenschaft von mir, und mit kantigen Kisten und Kästen kann ich nichts anfangen. Oft werde ich gefragt, woher ich denn meine Ideen habe. Nun, meine Gedanken und Planungen neuer Steampunkobjekte reichen wohl noch bis zum Ende meines Lebens. Leider wird von anderen viel kopiert, was meiner Meinung nach die Entwicklung im Steampunk ausbremst, und daher bin ich immer bestrebt, einmalige Objekte zu entwerfen. Nur wer selbst Ideen entwickelt und diese umsetzt, wird die Materie verstehen und sich von anderen abheben. Aus diesem Grunde bin ich auch ein vehementer Gegner von CNC-Technik im Steampunk. Steampunk ist und bleibt keine Massenware. Steampunk ist Kunst und hat mit fortlaufender Produktion überhaupt nichts zu tun. Wer dies immer noch denkt, hat den Sinn und das Ziel des Deutschen Steampunks nicht verstanden. „Sollten Kunstwerke von heute morgen als Masse produziert werden, dann sind es bald Kunstwerke von gestern“!

Mein Ziel ist es nach wie vor, Kunst zu erschaffen, an welcher der Betrachter noch Freude hat und nicht sagen kann: „Das habe ich doch bei Aldi gesehen.“ Ich bin daher immer bestrebt, meinen Geräten Leben einzuhauchen. Ich liebe es, wenn sie leuchten, sich bewegen oder Geräusche erzeugen. Noch mehr mag ich eingebaute Rätsel, bei denen man Zahlenkombinationen oder viele Schalter betätigen muss, versteckte Funktionen, Geheimfächer, die sich erst dann öffnen, wenn man eine bestimmte Bewegung macht oder in die Hände klatscht; seltene, mit Edelgasen gefüllte Röhren, Nixie und Hochvolt, glänzendes Messing oder mit Patina behandeltes Kupfer. Sie merken schon, wie ich ins Schwärmen gerate, denn genau das ist meine eigene Anforderung, welche ich versuche, in meinen Geräten zu verbauen. In der Hoffnung, dass ich Ihnen auch den Mensch „Lavendel“ etwas näher beschreiben konnte und Sie nicht einfach nur mit Licht, Strom und Messing bombardiert habe, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Betrachten meiner Objekte und natürlich auch den Gerätschaften aller in diesem Buch aufgeführten Künstler und verbleibe somit …

Leander Lavendel

kupferkeller

“When my thoughts and ideas take shape, it‘s fulfills me.”

“Leander Lavendel “ was born in Lampertheim as “Andree Müller“ and currently lives in neighbouring Bürstadt. He has been married to Christine for 24 years and has 2 children, Jasintha and Kira. He had already begun developing steampunk objects at end of the 90’s, three-dimensional pictures out of copper, fountains and sculptures. The time was not yet right for my, often slightly crazy, constructions, so the present, with its technical possibilities, offers me more opportunities to realise my former ideas. My main
source of inspiration is electronic music. Early influences were: Jean – Michel Jarre, Edgar Froese, Klaus Schulze and Tangerine Dream. Today I especially enjoy relaxing with ambient or psychedelic beats. Artists like “Sundial Aeon” or “E – Mantra” are my favourites and accompany me in the construction of new inventions in my (Kupferkeller) copper cellar.

But it’s not only music that inspires me, but also nature, tropical rainforests and space. Floral designs with ornate adornments are a passion; boxes, corners and sharp angles are of no use to me. Very often I’m asked where I get my ideas. I’m not sure, but I am sure that my reservoir of ideas for steampunk objects will last until the end of my days. I always strive to design unique objects because, as far as I am concerned, simply copying already existing ideas stops the development of steampunk. Only someone who develops ideas for himself and brings them to life, will understand what steampunk is about and, ultimately, stand out from the crowd. This is also the reason why I am a vehement opponent of CNC techniques used in steampunk. Steampunk is not and will never be mass-production. Steampunk is an art form and has nothing to do with continuous production. Anyone who still thinks this way has not understood the meaning and goals behind German steampunk. “If today’s art is to become the mass produced art of tomorrow, it will soon become the art of yesterday.”

It is still my goal to create art the viewer can enjoy and will not be able to say: ”Oh, I saw one of those in the supermarket!” This is the reason why I am always aiming to breathe life into my objects. I love it when they glow, move or make noises. Even more I love to integrate riddles into them, when you have to enter numerical codes or push several switches, find hidden functions or secret compartments that open with a certain move or clap of the hands and, if I can get my hands on them, noble gas -filled tubes, Nixie or high-voltage units, shiny brass or patina layered copper. Maybe you can tell that I’m going into raptures just thinking about it? These are the standards I try to build in my objects. I hope I have been able to describe “Leander the person” a little, and not just bombarded you with light, electricity and brass, I wish you a lot of fun looking at my objects and the objects of all the other artists in this

Leander Lavendel